| Datum: | 21.10.2009 |
| Thema: | Gegen pauschale Verurteilung industriell hergestellter Lebensmittel - Die Ampel ist ein Irrweg |
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Der Verband der Ernährungswirtschaft Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt (VdEW) hat sich am Mittwoch in Hannover strikt dagegen ausgesprochen, industriell hergestellte Lebensmittel pauschal zu verurteilen. Der Verbandsvorsitzende Wolf Kropp-Büttner sagte die Lebensmittelsicherheit sei noch nie so groß gewesen wie heute. Auch industriell hergestellte Lebensmittel unterlägen hohen Standards. Die gesamte Lebensmittelindustrie habe ein sehr ausgefeiltes Qualitätsmanagement und werde zudem intensiv von den staatlichen Behörden, wie dem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) überwacht. Ganz bewusst und aus fester Überzeugung arbeite auch der VdEW selbst mit dem LAVES zusammen und sitze in dessen Beirat. Der Verband sei auch bemüht, vor allem die dem Verband angehörenden Unternehmen immer wieder auf die Bedeutung hoher Standards und makelloser Qualität hinzuweisen. Wenig Sinn kann Kropp-Büttner allerdings in der „Ampel“ als Kennzeichnungsmerkmal für die Qualität und den Inhalt von Lebensmitteln erkennen. Die Einteilung in „Grün-gelb-rot“ sei tatsächlich irreführend. Auf diesem Wege würden wichtige Lebensmittel mit roten Stoppsignalen „ausgezeichnet“, obwohl sie geradezu gesundheitsförderlich seien wie zum Beispiel Oliven- oder Rapsöl, Avocados, Makrelen, Hering oder Nüsse. Kropp-Büttner: „Die Ampellösung ist ein Irrweg.“ Auch Mengenunterschiede könnten in den drei Ampelfarben nicht ausgedrückt werden. So wären etwa bei Streichfetten sowohl Butter (mindestens 80 Prozent Fett) als auch Halbfettmargarine (maximal 41 Prozent Fett) im Fettgehalt rot gekennzeichnet.
Anlage: Zehn Gründe gegen die Ampel
21.10.2009 E. Michael Andritzky Hauptgeschäftsführer |





