| Datum: | 3.6.2010 |
| Thema: | Ernährungsindustrie für „Lebenslanges Lernen“ |
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Der Verband der Ernährungswirtschaft (VdEW) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben nach langen Gesprächen und Vorbereitungen die Sozialpartner-Initiative „Lebenslanges Lernen“ (SPILL) entwickelt und wollen im Juni 2010 mit der Umsetzung in der Region Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt, dem Verbandsgebiet des VdEW, beginnen. Hintergrund des Projektes sind der sich immer stärker entfaltende Druck der demografischen Entwicklung, die Folgen einer stetig älter werdenden Gesellschaft, der technologische Wandel in der Industrie und ganz besonders der kontinuierliche Rückgang der Zahl der zur Verfügung stehenden Auszubildenden. Deren Zahl wird sich in den neuen Bundesländern bis zum Jahr 2020 halbieren und in den westlichen Bundesländern um rund ein Drittel sinken. Der Hauptgeschäftsführer des VdEW, Michael Andritzky, erläuterte dazu, dass künftig ein verstärkter Wettbewerb um die Auszubildenden stattfinden wird. Dem wolle sich die Branche frühzeitig stellen, um möglichen Problemen entgegenzuwirken. Ziele des SPILL-Projekts sind deshalb die Förderung der Weiterbildungsbeteiligung in den Betrieben auf allen Ebenen und Hierarchiestufen, die Unterstützung der Unternehmen und der Betriebsparteien bei der Entwicklung und Implementierung nachhaltiger Strukturen und Instrumente der Personalentwicklung sowie die Entwicklung von Strategien und Programmen zur Deckung der Fachkräftebedarfe in der Zukunft angesichts des demografischen Wandels und der dadurch entstehenden Probleme. Die landesweite Umsetzung von SPILL erfolgt gemeinsam durch das Berufsbildungswerk des DGB und das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft. Auf der Jahrestagung des Verbandes auf Burg Wanzleben bei Magdeburg am 3. Juni 2010 wird das Projekt im Rahmen der Mitgliederversammlung in Anwesenheit des sachsen-anhaltinischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Böhmer vorgestellt. Danach startet eine Reihe von regionalen Informationsveranstaltungen, auf denen Unternehmen und Belegschaften mit den Zielen von SPILL vertraut gemacht werden und für die Umsetzung gewonnen werden sollen. Hannover, den 03.06.2010 E. Michael Andritzky Hauptgeschäftsführer
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