| Datum: | 25.4.2006 |
| Thema: | Positive Beschäftigungsbilanz in der Ernährungsindustrie Sachsen-Anhalts |
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Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt auf der Mitgliederversammlung des Verbandes Freyburg, 25.04.2006 Die Ernährungsindustrie als größte industrielle Branche in Sachsen-Anhalt konnte 2005 ihre Mitarbeiterzahl um 1% auf 21.000 Mitarbeiter steigern, stellte Herr Dethlefsen, der Vorsitzende des Verbandes der Ernährungswirtschaft, auf der Mitgliederversammlung in der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg/Saale fest. Damit konnte, entgegen dem Bundestrend, Beschäftigung aufgebaut werden. Auch die Ausbildungsquote war mit 6,7% hoch und lag deutlich über dem Bundestrend. Erfreulich sei ebenfalls die Steigerung des Umsatzes um 5%, so Dethlefsen. Trotz dieser positiven Rahmendaten forderte er die Unternehmen auf, die hohe Ausbildungsbereitschaft im eigenen Interesse beizubehalten. Angesichts der demographischen Entwicklung wird in den nächsten Jahren die Zahl der Ausbildungswilligen in Sachsen-Anhalt drastisch zurückgehen. Als Gastredner konnte der Verband den Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dr. Dieter Hundt, begrüßen. In seiner Rede forderte der Arbeitgeberpräsident die notwendigen Reformen der sozialen Sicherungssysteme voranzutreiben. Insbesondere müsse die Finanzierung der Krankheitskosten vom Arbeitsverhältnis abgekoppelt werden. Nur kosmetische Korrekturen an Symptomen, wie in der Vergangenheit, reichen nicht mehr aus. Es müsse, so Hundt, auch einmal „gebohrt“ werden. Bei allen positiven Nachrichten über die Branche forderte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes E. Michael Andritzky, daß die Branche sich für die Zukunft rüsten müsse. Er begrüßte, daß am 12.10.2006 das „Ernährungs-Forum“ in Magdeburg stattfinden werde. Auf diesem Forum, an dem die Bundesregierung und alle fünf neuen Bundesländer beteiligt sind, müsse diskutiert werden, wie die Branche sich selbst auf den anstehenden Strukturwandel vorbereiten könne. Da große Teile der sachsen-anhaltinischen Ernährungsindustrie auf den ostdeutschen Markt ausgerichtet sind, wird dieser Absatzschwerpunkt aufgrund des Rückgangs der Bevölkerung in den nächsten Jahren nicht ausreichen, die Branche weiter wachsen zu lassen. Positiv wurde von Andritzky der Tarifabschluß dieses Jahres für große Teile der sachsen-anhaltinischen Ernährungswirtschaft bewertet. Mit einer Erhöhung von 1,7% in diesem Jahr und 1,8% im nächsten Jahr, sei es wiederum gelungen, einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft NGG abzuschließen, der wirtschaftspolitisch und arbeitsmarktpolitisch richtig ist. Der Verband der Ernährungswirtschaft vertritt insgesamt über 200 Unternehmen der Ernährungsindustrie in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt. Neben der Wirtschaftspolitik betreut er die Unternehmen vor allem in allen arbeitsrechtlichen, sozialpolitischen und tarifpolitischen Fragen. |





